#RIPTwitter

Wer in den letzten Tagen auf Twitter unterwegs war, der hat den Hashtag #RIPTwitter vermutlich mitbekommen.

Nachdem Twitter angekündigt hatte, dass man das Zeichenlimit von 140 auf 10000 Zeichen anheben oder gar komplett abschaffen möchten, hat man verkündet, zukünftig eine anhand von Algorithmen sortierte Timeline einzuführen. Der Aufschrei war dementsprechend groß, da viele (darunter auch ich) nicht nur die Toptweets von ihren Followings lesen wollen, sondern auch die oft belanglosen - aber gerade deswegen interessanten - Tweets aus dem Leben der anderen. Und gerade hier ist es wichtig, dass die Tweets chronologisch sind. Bei den belanglosen Postings auf Facebook ist das mehr oder weniger egal.

Schon bei der Ankündigung der Änderung am Zeichenlimit war ich am überlegen, ob ich Twitter dann überhaupt noch nutzen möchte. Der Reiz für mich liegt einfach an den kurzen Informationshappen. Für längere Auschnitte aus dem Leben der anderen gibt es ja schon Tumblr, Facebook, Medium und Blogs.
Und jetzt mit der Abkehr von der chronologischen Timeline habe ich noch mehr den Drang, Twitter zu verlassen. Zum Glück kam noch die Ankündigung, dass man auch wieder auf die chronologische Timeline wechseln kann, aber wie lange wird das so bleiben? Bei Facebook hatte man auch eine Zeit lang die Wahl, jetzt geht es nur noch über Umwege...

Habt ihr euch auch mal die neue Fotoübersicht auf den Profilen (die sehr wie die von Facebook aussehen) angetan? Vor allem mobil ist diese fürchterlich. Da fragt man sich doch wirklich, ob die Entwickler ihr eigenes Produkt überhaupt nutzen.

Das waren jetzt 2026 Zeichen. Wollen wir wirklich 10000 oder mehr auf Twitter sehen?